RICHARD BOCK
PHYSIOTHERAPEUT UND HEILPRAKTIKER
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Osteopathie – ein ganzheitliches Therapiekonzept

Der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still entwickelte im 19 Jahrhundert ein eigenständiges und ganzheitliches Therapiekonzept, die Osteopathie. Der Begriff als solches hat jedoch nichts mit Knochenleiden zu tun.

Eine Störung des Organismus zeigt sich durch eine Abweichung des Gleichgewichts der Körperfunktionen (Dysbalance). Der Mensch erkrankt. Ziel der Osteopathie ist  das Gleichgewicht wieder herzustellen und nicht einzelne Symptome zu behandeln.

Daher müssen auch immer alle beteiligten Strukturen beachtet werden.

Beschreibt den Teil der Osteopathie der sich mit den Strukturen und Prozessen zwischen Schädel (Cranium) und Kreuzbein (Sacrum) befasst.

Im Besonderen leitet  es sich von der Zirkulation des Liquor (Rückenmarksflüssigkeit) und der daraus abgeleiteten Befundung und Therapie zur Herstellung des Gleichgewichts ab.

Unser Körper wird durch verschiedene Kreisläufe versorgt und am Leben gehalten.Atmung und Herz Kreislauf sind bekannte Prozesse. Dem gegenüber steht  der craniosacrale Rhythmus,  der sich aus der Liquorzirkulation (Flüssigkeitswelle  im Rückenmark und Gehirn) ergibt.

Der Liquor erneuert sich ca. 6 - 12x pro Minute und durchfließt in Wellen unseren ganzen Körper. Er nährt unsere Nervenzellen und transportiert verbrauchte Stoffe ab. Der Liquor schützt außerdem unser Gehirn und Rückenmark.

Die Veränderung der craniosacralen Pulswelle kann vom Therapeuten erfasst und positiv beeinflußt werden um Störungen zu beseitigen.

Die parietale Osteopathie beschäftigt sich mit der Untersuchung und Behandlung des Bewegungsapparates. Dazu gehören die Knochen, Bänder, Gelenke, Faszien und Muskeln.

Durch manuelle Techniken werden Fehlstellungen korrigiert und Blockaden gelöst. Hierzu zählen auch Manipulationstechniken, die der Chirotherapie ähneln.

In der Behandlung werden Blockaden gesucht und den Symptomen zugeordnet. Der Ort der Symptome ist häufig nicht identisch mit dem der Ursache: Schwindel oder Ohrgeräusche (Tinnitus) sind oft Ursache eines blockierten Halswirbels. Herzschmerzen können von der Brustwirbelsäule herrühren, Kopfschmerzen von einem verstauchten Fußgelenk. Störungen der Verdauung können von der Lendenwirbelsäule kommen.

Sicher die größte Herausforderung für den Osteopathen: die Suche nach Störungen, die im Bereich der Körperorgane liegen. Die Beurteilung von eingeschränkter Organmobilität oder eingeschränkter Funktion ist  schwierig und benötigt hohe Aufmerksamkeit.

Immer wiederkehrende Beschwerden an der Wirbelsäule können ihre Ursache in einer Funktionsstörung z.B. im Magen oder der Leber haben. Dabei muss das Organ selbst nicht in seiner spezifischen Funktion (bsp. normale Blutwerte) eingeschränkt sein.

Aber durch die Verbindungen innerhalb des Körpers können Schmerzen und Symptome an anderen Orten auftreten. Die Organe sind durch Bindegewebe beweglich  miteinander verbunden. Außerdem besitzen die Organe einen eigenen Rhythmus (Motilität). Störungen können sich dadurch vielfältig präsentieren.